Matthias

Aus Rhûnipedia
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Gefallener, der seine Tage derzeit in Pyra fristet.

Beschreibung

Der Gefallene Malakhim ist hochgewachsen, drahtig und durchtrainiert, sein rötlichbraunes Haar fällt ihm lang und wild um das leicht ausgezehrt wirkende schmale Gesicht. Seinen Oberkörper ziert ein kunstvoll gestochenes Tattoo, das Antlitz eines attraktiven Jugendlichen, deutlich ein Malakhim, mit Augen voller Hoffnung, doch das Bildnis zerläuft in Blut und wirkt tragisch, schmerzhafte Erinnerung sichtbar gemacht.


Vergangenheit

Jedermann hat, so heißt es, eine Lebensaufgabe. Matthias' Lebensaufgabe begann an einem sonnigen Dienstag. Bis dahin hatte ihm das Leben keine gröberen Schwierigkeiten eingebrockt. Er war jung, ein stolzer Engel, hatte seine Eltern, seinen kleinen Bruder und seine Freunde. Alles war wunderbar. Bis die Sonne sich hinterm Horizont verkroch und der Vollmond über dem Dorf aufging.

Ein Rudel Werwölfe machte sich in dieser Nacht über das Dorf her, zerfleischte die Hälfte der Bewohner bevor es ihnen langweilig wurde und sie ihrer Wege weiterzogen. In der Massenpanik, die ausbrach, fing ein Haus Feuer und dieses breitete sich aus. Matthias hatte das Glück, nicht von den Werwölfen erwischt zu werden. Seinem Bruder war das Schicksal nicht so gnädig.

Als wäre das nicht schlimm genug, taten seine Eltern so als wäre nichts passiert. Er fragte sie, ob sie denn keine Rache für ihren Sohn wollten. Werwölfe hatten ihn kaltblütig ermordet, einfach weil ihnen danach war. Matthias sah den Blick seines Vaters, schwach und voller Angst. Seine Mutter wandte sich ab, starrte aus dem Fenster. Das war Antwort genug.

Von da an hielt Matthias nur noch ein einziger Gedanke aufrecht. Der Gedanke an Rache. Um sich dieser voll und ganz hingeben zu können, war es von Nöten zu fallen. Etwas, das er mit Freude tat, denn was brachte es ihm ein Engel zu sein, wenn er es als solcher nicht einmal schaffte, seinen Bruder zu retten?

Der nächste Schritt in seinem Plan war es, eine Hexe zu finden, die es ihm ermöglichen sollte, Werwölfe zu erkennen. Seine Suche war beschwerlich und kostete ihn viel. Manch einer würde sagen, zu viel. Doch es lohnte sich als er ihr endlich gegenüberstand:

"Die Augen sind Spiegel zur Seele. Und du hast kalte Augen," sprach die Hexe, scheinbar zufrieden mit dem, was sie sehen konnte. Schon hob sie die Hände in den Himmel und ein unheimliches grünes Licht umgab den einst'gen Engel als sie den Bann sprach. Den Bann, der es ihm ermöglichen sollte, seinen Bruder zu rächen.

Er hätte dafür jeden Preis gezahlt. Und das wusste die Alte nur zu gut. Hoch wählte sie den Preis, indem sie ihn für 5 Jahre zu ihrem persönlichen Sklaven machte. Doch Matthias, der sonst so stolze junge Mann, der normalerweise niemals klein beigegeben hätte, willigte in dem Wissen, dass dies seine einzige Chance sei, ein.

Es wäre eine Lüge zu sagen, die Jahre vergingen wie im Flug. Denn bei den Göttern, das taten sie nicht. Die Hexe verstand sich darauf, ihm ein Leben in der Hölle zu bereiten. Aber immer wenn er kurz davor stand aufzugeben, erschien das Gesicht seines Bruders vor ihm und gab ihm die Kraft weiterzumachen. So überlebte er die Zeit, die ihm jeden Tag, auch noch am letzten, so endlos erschien. Bis er endlich seinen Traum erfüllen konnte - und Rache üben an jenen Bestien.

Vergangenheit in Rhûn

So führte sein Weg ihn schliesslich nach Rhûn und dort fand er eine alte Jugendfreundin wieder, die Pixie Ina, mit der er wieder dort anknüpfte, wo sie aufgehört hatten, vereint in der Trauer um seinen Bruder. Er lebte sich hier ein, führte aber seinen fanatischen Kampf gegen die Werwölfe weiter fort, auch wenn ihm so einige unterkamen, die ihn fast umgestimmt hätten. Dabei freundete er sich auch mit der Vampirin Hannelore Luna Veronica an, auch wenn er deren überraschenden Heiratsantrag ausschlug, was er heute vielleicht bereut, aber nicht mehr zur Sprache bringt.

Kaum hatte er sich an das Leben hier gewohnt, da fand ihn seine Nemesis, das Rudel Werwölfe näherte sich Seiya und er bekam die Chance seine Mission endlich zu erfüllen. Doch wie gross ist sein Entsetzen als ihm klar wurde dass es nie Werwölfe waren die Schuld am Tod seines Bruders hatten?

Drowmagier waren die wahren Drahtzieher und die Werwölfe selbst nur hilflose Marionetten, unschuldig gefangen im Netz des Bösen. Die Auslöschung der Bande kostete ihn viel, mehr als Blut und Schweiss und es dauerte, bis er darüber hinweg kam und sein Leben wieder einigermassen geniessen konnte, verankert in einer Gilde und von neuen Freunden umgeben und doch ohne eine Aufgabe, ohne ein Ziel, noch immer mit den Dämonen der Vergangenheit im Herzen.

Dass Ina sich verliebte und heiraten wollte, brachte ihn in Rage. Er war sicher, dass Fixiel sie niemals verdient hätte und sprach sich heftig und ausdrücklich gegen die Verbindung aus. Das änderte nichts an den Heiratsplänen und so kam es zu jenem schicksalhaften Ereignis im Dom zu Seiya, bei dem er, betrunken und aufgewühlt, die Schwarzmagierin Emerya zu der Trauung mitbrachte, in deren Verlauf Fixiel zu Tode kam und Ina blutüberströmt alleine zurück blieb.

Gegenwart in Rhûn

Matthias flüchtete nach Pyra, da er das Land nicht verlassen wollte, doch jeder Versuch sich mit seiner Jugendfreundin zu versöhnen, blieb erfolglos, bis sie schliesslich beim Brand der Dorfküche umkam, was er sich nie verzeihen wird. Seine Freundschaft zu Hannelore blieb bestehen und vertiefte sich durch den Austausch von Blut sogar noch, auch wenn er zeitweise in den Bann einer Pyranerin namens Nikki geriet, die ihn vom rechten Pfad abbrachte, schliesslich jedoch zu einem mächtigeren Mann überwechselte. Der Gefallene überstand die Begegnung mit jenem lebend, wenn auch von Folter gezeichnet und gebrandmarkt, doch die Zeichen davon verblassten unter der Gabe von Vampirblut und die Alpträume werden langsam weniger. Weiterhin lebt er jedoch unter dem Fluch Scarletts und muss ihr die Hälfte seiner Einnahmen zukommen lassen, was ihn auch dazu zwingt, durchgehend zu arbeiten, egal wie es ihm geht.

Siehe auch